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☆ Testosteronmangel feststellen ☆ Test ☆ Booster ☆

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Niedriger Testosteronspiegel – Die Symptome bei Testosteronmangel

Von unserer Gesellschaft werden die Wechseljahre des Mannes noch nicht so richtig akzeptiert, was jedoch nichts  an ihrer Existenz ändert. Männer mit Testosteronmangel, die betroffen sind, leiden an einem sinkenden Testosteronspiegel und somit auch an einschlägigen Symptomen, wozu die folgenden gehören:

  • Reizbarkeit, Unzufriedenheit und Ängste
  • Energielosigkeit und Müdigkeit (z. B. Einschlafen gleich nach dem Essen), nachts wiederum Schlafstörungen
  • Nachlassende Libido
  • Seltenere morgendliche Erektionen
  • Schwindende Muskelkraft
  • Geringere sportliche Leistungen und geringere Leistungen im Arbeitsalltag
  • Hitzewallungen, Schweissausbrüche
  • Kleiner werdende Hoden
  • Weniger Bart- und Brusthaarwuchs
  • Verstärkter Bauchfettansatz
  • Symptome des Metabolischen Syndroms (Diabetes, hohe Cholesterinwerte, hoher Blutdruck)
  • Abnehmende Knochendichte
  • Gelenkschmerzen (die nichts mit einer Arthrose oder Arthritis zu tun haben, sondern hormonell bedingt sind)

 

Testosteronmangel

 

Die Symptome des Testosteronmangels zeigen bereits, welche Aufgaben das Testosteron im Körper eines gesunden Mannes erfüllt. Es gibt Kraft und Durchsetzungsvermögen, sorgt für eine gesunde Libido und Potenz, erhöht die Knochendichte und lässt Körperhaare spriessen. Testosteron wird umgangssprachlich auch das Männerhormon genannt, wobei Frauen dieses Hormon auch im Körper tragen, wenn auch nur in sehr viel geringerer Menge.

 

Die Ursachen des Testosteronmangels

Ein Testosteronmangel ist keinesfalls ein Phänomen im hohen Alter. Bereits in jungen Jahren, hier sind 30-40 Jährige gemeint, kann ein Testosteronmangel vorliegen. Einige Faktoren begünstigen diesen Prozess, wie die folgende Auflistung zeigt.

  • Übergewicht mit viel Bauchfett (Apfeltyp), da im Bauchfettgewebe besonders das weibliche Hormon Östrogen gebildet wird. Es gilt daher: Je fettreicher der Bauch, umso niedriger der Testosteronspiegel. Und: Wer übergewichtig ist und seinen Testosteronspiegel erhöhen will, muss abnehmen.
  • Stress, da das Stresshormon Cortisol den Testosteronspiegel senkt.
  • Mangelnde Bewegung, da Sport den Testosteronspiegel hebt.

Eine der wichtigsten Ursachen für Testosteronmangel ist überdies die hormonelle Wirkung der sog. endokrinen Disruptoren. Dabei handelt es sich um Chemikalien aus der Umwelt, die im Körper ähnlich wirken wie Hormone und daher den Hormonhaushalt irritieren können.

Zu den endokrinen Disruptoren gehören beisielsweise

  • Quecksilber
  • Weichmacher, wie Bisphenol A, der sich in Kunststoffen aus Polycarbonat, Epoxidharzen, Polyester, PVC etc. findet sowie in Kassenbons.
  • Organophosphate(Pestizide in der Landwirtschaft und im Kleingarten)
  • Phthalatein Arzneimitteln (z. B. in solchen, die magensäureresistent sind, also erst im Darm ihre Wirkstoffe freigeben), Kunststoffen und Körperpflegemitteln
  • Flammschutzmittel, bekannt als polybromierte Diphenylether (PBDEs) z. B. in Polstermöbeln
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe(PAK), die von Abgasen aus der Holz- und Erdöl- oder Kohleverbrennung stammen
  • Polychlorierte Biphenyle(PCB), einst als Kühl- und Schmiermittel für Transformatoren oder anderen elektronischen Gerätschaften (PCBs wurden verboten, können aber noch Jahrzehnte in der Umwelt bestehen.)

Wir sind also ständig von diesen Stoffen umgehen, ganz gleich was wir tun, was wir kaufen, was wir essen. Und so ist es auch kein Wunder, wenn sich die Folgen dieser ständigen hormonellen Belastung von aussen in Form von gesundheitlichen Beschwerden wie einem Testosteronmangel zeigen.

 

Testosteronmangel vermeiden

TestosteronmangelMeiden sollten Sie in jedem Falle Alkohol sowie Produkte oder Getränke, die Hopfen enthalten, wie beispielsweise Bier.

Hopfen gehört zu einem sehr starken Phytoöstrogen, was man schon in alten Zeiten wusste, da Mädchen, die regelmässig auf Hopfenfeldern arbeiteten, sehr früh geschlechtsreif wurden. Nehmen Männer dieses pflanzliche Östrogen zu sich, fällt ihr Testosteronspiegel bis hin zu einem Testosteronmangel. Auch sinkt in Gegenwart von Hopfen die Fähigkeit der Hoden, Testosteron zu bilden.

Ab und zu ein Süssholztee ist kein Problem, doch sollten Sie nicht etwas täglich eine Packung Lakritzstangen verzehren. Denn Süssholz kann den Cortisolspiegel erhöhen und das führt wiederum zu einem Testosteronmangel.

Falls Sie ferner regelmässig bestimmte Medikamente nehmen, sollten Sie überprüfen, ob sich diese negativ auf Ihren Testosteronspiegel auswirken können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Schmerzmittel und Entzündungshemmer, wie Ibuprofen, Diclofenac, Aspirin und Paracetamol
  • Antibiotika
  • Antipilzmittel, wie Fluconazol
  • Statine
  • Antidepressiva
  • Blutdrucksenker
  • Herzmedikamente

Für detailliertere Informationen empfehlen wir das englischsprachige Buch von Stephen Harrod Buhner: The Natural Testosterone Plan (siehe Quellen).

 

Testosteronmangel – Die naturheilkundlichen Massnahmen

Ist der Testosteronspiegel perfekt, erübrigt sich jede weitere Überlegung in dieser Richtung. Stellt man jedoch tatsächlich einen Testosteromangel fest, kann man dem Betreffenden helfen – und zwar nicht unbedingt mit synthetischen Hormonpräparaten, sondern auch auf ganz natürliche Weise, z. B. mit

  1.  den eingangs erwähnten Phytoandrogenen,
  2.  speziellen natürlichen Nahrungsergänzungen und Vitalstoffen,
  3.  bestimmten Lebensmitteln und – wenn es nicht anders geht –
  4.  bioidentischen Hormonpräparaten.

Nicht zu vergessen erotische Filme (aber auch lustige Filme oder Actionfilme), die in einer Studie bei Probanden schon nach 4 Minuten zu einem eindeutigen Anstieg des Testosteronspiegels führten. Traurige Filme hingegen reduzierten den Testosteronspiegel. Auch genügt bereits ein fünf-Minuten-Gespräch mit einer attraktiven Frau, um den Testosteronspiegel um 30 Prozent zu steigern.

Allerdings wirken diese beiden Methoden (Film und Konversation) mit zunehmendem Alter immer schlechter, so dass Sie vielleicht doch gerne Details zu oben genannten vier Massnahmen wissen möchten:

 

Testosteronmangel bekämpfen mit Phytoandrogenen

TestosteronmangelPhytoandrogene sind Pflanzen, die pflanzliche Androgene („Männerhormone“) enthalten, die die Androgenbildung im Körper stimulieren oder die den Androgenabbau hemmen. Phytoandrogene erhöhen also den Spiegel des freien Testosterons und sorgen ausserdem für ein gesundes Testosteron-Östrogen-Gleichgewicht.

Heilpflanzenexperte Stephen Harrod Buhner empfiehlt in seinem Buch The Natural Testosterone Plan das folgende Programm aus zur Erhöhung des Testosteronspiegels (für z. B. drei Monate bzw. in Absprache mit dem Arzt/Heilpraktiker):

 

 

  • Kiefernpollen-Tinktur (im Handel meist unter der Bezeichnung Pinienpollentinktur erhältlich): Knapp ein halber TL dreimal täglich
  • Brennnesselwurzel: 1200 mg täglich
  • Tribulus terrestris: 500 mg dreimal täglich
  • Panax Ginseng: ¼ TL täglich
  • Tienchi Ginseng: 1/3 TL dreimal täglich
  • Eleutherococcus-Tinktur: 1 TL zweimal täglich

Die genannten Heilpflanzen wirken im Organismus folgendermassen:

Kiefernpollen sind besonders reich an testosteronähnlichen Pflanzenhormonen. Auch die Samen der Kiefer (Pinienkerne) enthalten etwas pflanzliches Testosteron, aber nicht so viel wie die Pollen. Geeignet sind die Pollen der Waldkiefer und der Schwarzkiefer, falls jemand im frühen Frühjahr selbst die Pollen sammeln möchte.

Allerdings heisst es, dass die Pollen nicht gut verdaulich seien, die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe daher nicht so hoch ist. Zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit zerkleinern Hersteller von Kiefernpollenprodukten die Pollenzäpfchen sehr gründlich und stellen daraus dann eine Tinktur her.

Natürlich wirken sich die Kiefernpollen nicht nur auf den Hormonhaushalt aus. Sie erhöhen überdies den körpereigenen Antioxidantienlevel, stimulieren die Leberregeneration und senken den Cholesterinspiegel.

Zu den Pflanzenhormonen, die sich im Kiefernpollen finden, gehören neben dem pflanzlichen Testosteron und DHEA auch die Brassinosteroide. Sie sorgen bei der Pflanze für üppiges Wachstum. Ihre Struktur ist der von menschlichen Steroiden sehr ähnlich. Auch Glutathiontransferasen sind im Kiefernpollen enthalten. Regelmässige Leser unserer Artikel kennen diese Enzyme im Zusammenhang mit der körpereigenen Entgiftung. Ausserdem sind die Glutathiontransferasen an der Herstellung von Testosteron und Progesteron beteiligt, fördern also die Testosteronsynthese.

Der Testosterongehalt der Kiefer ist gar so hoch, dass sich weibliche Fische, die in der Nähe von Papierfabriken leben, in denen Kiefernholz verarbeitet wird, in männliche Fische verwandeln können.

Die Brennnesselwurzel ist bekannt für ihre prostatafreundliche Wirkung. Sie wird daher gerne bei der gutartigen Prostatavergrösserung (BPH) eingesetzt. Der tatsächliche Wirkmechanismus ist jedoch noch nicht ganz geklärt:

Die Brennnesselwurzel verhindert einerseits, dass sich DHT (Dihydrotestosteron) an SHBG (ein Transporterprotein) bindet. Dadurch bleibt der Anteil des freien und wirksamen Testosterons höher. Der Testosteronspiegel steigt.

DHT ist das eigentlich aktive Testosteron. Testosteron hingegen ist in Wirklichkeit nur eine Hormonvorstufe, die entweder zu DHT oder zu Östrogen umgewandelt werden kann.

Gerade diese zuletzt genannte Umwandlung kann von der Brennnesselwurzel blockiert werden. Sie hemmt die sog. Aromatase, ein Enzym, das normalerweise zur Umwandlung des Testosterons in Östrogen führen würde und hält auch auf diese Weise den Testosteronspiegel oben.

Manchmal heisst es, man müsse den DHT-Spiegel senken, um eine Verbesserung der BPH zu erzielen. Und da die Brennnesselwurzel bei der BPH helfen kann, ging man davon aus, dass sie den Testosteronmangel beseitigen.

Bei der BPH geht es jedoch vermutlich eher um eine Regulierung des Testosteron-/Östrogenverhältnisses. Bei Männern zeigt sich ein Testosteronmangel mit zunehmendem Alter (ja schon ab 30, so heisst es). Der Östrogenspiegel aber bleibt meist konstant. Früher oder später tritt hier ein Ungleichgewicht ein, weshalb eine natürliche Vorsorge gegen den Testosteronmangel hilfreich ist, um das hormonelle Gleichgewicht wieder zu erreichen. Und genau dabei kann die Brennnesselwurzel helfen.

Tribulus terrestris heisst bei uns auch Erdsternchen und stammt aus den Tropen und Subtropen. Verwendet werden die Früchte der Pflanze.

Im Ayurveda, in der TCM und auch in der westlichen Naturheilkunde ist Tribulus als Mittel für die Nierengesundheit bekannt, da es Nierensteine verhindert bzw. verkleinert und die Schleimhäute der Harnwege schützen und pflegen kann. Im Ayurveda hingegen ist es auch DIE Pflanze zur Förderung der Männlichkeit sowie der männlichen Vitalität und Fruchtbarkeit. Letzteres, da Tribulus die Spermienmenge und Spermienbeweglichkeit steigern soll.

In einer klinischen Studie zeigte sich, dass die dreimal tägliche Einnahme von 500 mg Tribulus (einem Trockenextrakt) über 60 Tage hinweg die Spermienproduktion der Patienten, die an einem idiopathischen OAT-Syndrom litten (sie hatten zu wenige Spermien ohne erkennbaren Grund), signifikant erhöhte. Bei 80 Prozent der Männer verbesserten sich gleichzeitig die Libido sowie die Qualitäten von Erektion, Orgasmus und Ejakulation.

Ob sich jedoch auch ein Testosteronmangel beheben lässt, ist noch ungeklärt. Bei gesunden Männern kann Tribulus keine weitere Erhöhung erreichen, bei impotenten Männern jedoch scheint die Frucht Wirkung zu zeigen.

Panax Ginseng ist als Energietonikum bekannt, das neue Lebenskraft und geistige Klarheit schenkt sowie die Fruchtbarkeit verbessert. Viele der typischen Anwendungsbereiche des Ginsengs liegen auch bei einem Testosteronmangel vor, wie z. B. Konzentrations– und Schlafstörungen, Müdigkeit, Energiemangel, reduzierte Libido, Schwächezustände etc.

In einer klinischen Studie konnte der Ginseng bei den Teilnehmern mit einem Testosteronmangel und die Zahl der Spermien steigen lassen sowie die Beweglichkeit der Spermien verbessern. Und in zwei russischen Studien erholte sich jeweils die Hälfte der Probanden von einer Impotenz, bei der jeweils anderen Hälfte war eine deutliche Besserung zu beobachten.

Beim Kauf von Panax Ginseng achten Sie bitte darauf, dass es sich um asiatischen Ginseng und nicht um amerikanischen handelt. Es wird ausserdem eine Tinktur empfohlen – und zwar am besten kombiniert mit einer Tienchi Ginseng-Tinktur (siehe nächster Punkt). Beide Tinkturen sollten mindestens 1 : 5-Tinkturen sein, was bedeutet, dass man für die Tinktur 1 Teil Pflanzen mit 5 Teilen Flüssigkeit angesetzt hat.

Tienchi Ginseng ist eine andere Ginsengsorte, ihre Wirkungen sind jedoch dem Panax Ginseng ähnlich. Auch der Tienchi Ginseng verbessert die Spermienbeweglichkeit. Ausserdem stimuliert er die Freisetzung von Stickstoffmonoxid, einem Stoff, der die Durchblutung anregt und für eine zufriedenstellende Erektion unabdingbar ist.

Die durchblutungsfördernde Wirkung ist natürlich auch für das gesamte Herz-Kreislauf-System ein Segen, weshalb klinische Studien mit Personen, die an der koronaren Herzkrankheit litten, eine deutliche Verbesserung der typischen Angina-pectoris-Beschwerden zeigten.

Zwar enthält der Ginseng das Ginsenosid Rg1, das als potentes Phytoöstrogen bekannt ist. Doch wirkt nur dieser isolierte Stoff wie ein Östrogen, nicht aber eine Nahrungsergänzung bzw. Tinktur, die aus der gesamten Ginsengwurzel hergestellt wird.

Eleutherococcus wird auch sibirischer Ginseng genannt. Verwendet wird die Wurzel oder nur die Rinde der Wurzel. Eleutherococcus enthält mindestens zwei androgen wirksame Substanzen (Eleutherosid-B1 und Eleutherosid-E), so dass es nicht sehr verwundert, wenn die Pflanze in Studien die Atrophie (Schwund) der Prostata verhindern konnte und bei kastrierten Tieren keinen Testosteronmangel trotz fehlender Hoden auf völlig normalem Level halten konnte.

Eleutherococcus gilt überdies als Leberschutz-Pflanze und Adaptogen. Bei Adaptogenen handelt es sich um Heilpflanzen, die stressresistenter machen können. Sie sorgen dafür, dass einem Stress nicht mehr so viel ausmacht, man sich besser konzentrieren kann und geistig sehr viel leistungsfähiger wird.

Neben Eleutherococcus ist auch Rhodiola rosea ein äusserst wirksames Adaptogen – wie wir hier beschrieben haben: Rhodiola rosea – Stresskiller und pflanzliches Antidepressivum

Beim Kauf der Eleutherococcus-Tinktur soll laut Buhner darauf geachtet werden, dass es sich um eine Tinktur nach russischer Rezeptur handelt, die also mindestens eine 1 : 1-Tinktur oder noch besser eine 2 : 1-Tinktur ist.

 

Das Buhner-Protokoll und die Wissenschaft

Beachten Sie, dass die oben genannten Wirkungen insbesondere aus der traditionellen Naturheilkunde überliefert sind und daher nicht unbedingt die wissenschaftlichen Standards erfüllen. Manche Wirkungen wurden zwar in Studien in den Ursprungsländern (China, Indien etc.) überprüft, doch die Studien wurden nie ins Englische übersetzt.

Aktuelle Studien nun werden überdies gerne mit jungen und sportlichen Männern ohne Testosteronmangel durchgeführt, was selten Wirkung zeigt. Denn Heilpflanzen sind keine Booster, die einen Hormonspiegel jederzeit und bei jedem Menschen in grenzenlose und schwindelerregende Höhen heben. Sie helfen dem Organismus vielmehr dabei, bei zu niedrigem Spiegel die individuell gesunden und passenden Werte zu erreichen oder zumindest die Symptomatik zu verbessern.

Besprechen Sie jedoch die Anwendung des Buhner-Protokolls in jedem Falle mit Ihrem phytotherapeutisch bewanderten Arzt oder Heilpraktiker.

 

 

Testosteronmangel bekämpfen mit bestimmten Lebensmitteln

Auch durch die Ernährung kann man dem Testosteronmangel entgegenwirken. Zunächst einmal über ihren Vitalstoff- und Antioxidantienreichtum, da sie dann alle zur Bildung des Testosterons nötigen Baustoffe liefert, die betreffenden Organe mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt und gleichzeitig den Körper vor oxidativem Stress schützt.

TestosteronmangelAusserdem liefert eine Ernährung, die den Testosteronspiegel erhöhen kann, testosteronähnliche Stoffe und pflegt überdies die Nieren und die Nebennieren.

Diese beiden Organe sind besonders eng mit dem Sexualhormonhaushalt des Mannes verknüpft. So sind die Nebennieren neben den Hoden ein weiterer Produktionsort für Testosteron. Und die Nieren stehen mit dem Testosteron so sehr in Wechselwirkung, dass es heisst, die Nieren können beim Mann nur so gesund sein, wie es sein Sexualhormonhaushalt ist. Ist dieser gestört, leiden auch die Nieren.

Man weiss beispielsweise, dass Männer mit Nierenkrankheiten meist einen überhöhten Östrogenspiegel und gleichzeitig einen leichten Testosteronmangel haben. Gleichzeitig können kranke Nieren zu einer Impotenz führen.

Lebensmittel, die sich nun positiv auf den Testosteronspiegel auswirken und diesen u. U. erhöhen können, sind beispielsweise die folgenden:

Sellerie enthält signifikante Mengen testosteronähnlicher Substanzen und ist überdies bekannt dafür, die Nieren und Nebennieren gesund zu halten. Sellerie senkt beispielsweise den Blutdruck, was den Nieren besonders gut gefällt. Man isst 3 bis 4 Selleriestangen pro Tag oder entsaftet sie und trinkt den Saft (gemischt mit anderen frisch gepressten Säften, z. B. Grünkohl, Gurke, Spinat und Apfel).

Mais und hier besonders der Maissaft, die Maisfäden oder der Maispollen gelten als Tonikum, und wirken so gegen den Testosteronmangel. Mais erhöht die LH-Ausschüttung, und LH hebt bekanntlich den Testosteronspiegel. Entsaften oder mixen Sie einfach 60 – 120 g frischen jungen Mais und mischen Sie ihn mit dem frisch gepressten Selleriesaft.

Gurken sind bekannt für ihre nierenfreundliche Wirkung. Sie liefern viel organisches Wasser und können hervorragend in den oben genannten Saft gemischt werden, um diesen zu verdünnen.

Grünkohl ist eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt, das auch in der Therapie zur natürlichen Erhöhung des Testosteronspiegels nicht fehlen sollte. Der Grünkohl und andere Kohlgewächse enthalten Stoffe, die verhindern, dass sich aus Testosteron zu viel Östrogen bilden kann. Kohlgewächse liefern überdies reichlich Betacarotin, Vitamin C, Chlorophyll, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Folsäure und eine Menge krebsfeindlicher Stoffe.

Spinat ist ähnlich vitalstoffreich wie der Grünkohl und verbessert aufgrund seines Nitratgehalts die Sauerstoffversorgung der Zellen, was sich u. a. in einem verstärkten Muskelwachstum äussern kann. Hier (Spinat macht stark wie Popeye) hatten wir beschrieben, über welchen Wirkmechanismus Spinat und andere nitratreiche Gemüse dem Körper mehr Kraft und Leistungsfähigkeit verleihen und so einer allgemeinen körperlichen Schwäche entgegen wirken können.

Hafer sollte in jeder Ernährung ein wichtiger Bestandteil sein und am besten täglich verzehrt werden. Der Hafer schmeckt hervorragend, ist bekömmlich und verleiht im wahrsten Sinne des Wortes Bärenkräfte. Hafer soll den SHBG-Spiegel senken und somit die Menge des freien Testosterons erhöhen.

Zusätzlich hat der Hafer auf die Nerven eine entspannende Wirkung, was dem Hormonhaushalt ebenfalls sehr nützt. Denn je weniger die Nerven belastet werden, umso weniger Stresshormone werden ausgeschüttet, die andernfalls den Testosteronspiegel senken würden.

Knoblauch ist ein traditionelles Mittel gegen Testosteronmangel. Besonders in Untersuchungen mit Tieren zeigte der Knoblauch gegen Testosteronmangel durchschlagende Wirkung. Allerdings muss man auch eine entsprechende Menge zu sich nehmen, um allein mit dem Knoblauch etwas zu bewirken.

In den genannten Untersuchungen waren es 0,8 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme. Wenn Sie also beispielsweise 2.500 kcal zu sich nehmen, dann wären 20 kcal in Form von Knoblauch erforderlich – das sind etwa 15 g Knoblauch oder 5 Knoblauchzehen à 3 g. Falls Sie Warnungen vor Knoblauch hören sollten, etwa dass er einen Testosteronmangel verursacht, dann seien Sie beruhigt. Das ist zwar möglich, doch erst dann, wenn der Knoblauchanteil Ihrer Mahlzeiten 10 bis 30 Prozent beträgt, was schon allein aus kulinarischer Sicht kaum jemand machen wird.

Pinienkerne gelten schon sehr lange als Aphrodisiakum und Mittel zur Verstärkung der Libido und Potenz. Der griechische Arzt Galen (129 – 216) empfahl an drei Abenden hintereinander eine Mischung aus Pinienkernen, Mandeln und Honig zu verzehren, um eine Steigerung der Männlichkeit und Vitalität zu verspüren.

Wie schon die weiter oben genannten Pinienpollen so enthalten auch die Pinienkerne testosteronähnliche Verbindungen und können sich positiv gegen den Testosteronmangel auswirken.

Sollten alle genannten Massnahmen nicht ausreichen, dann kann man mit bioidentischen Hormonpräparaten aktiv werden. Es handelt sich hier nicht um synthetische Hormone, die den körpereigenen Hormonen nie wirklich gleichen, ihnen lediglich ein wenig ähneln, sondern um Hormone, die mit den körpereigenen absolut identisch sind.

 

Testosteronmangel bekämpfen mit bioidentischen Hormonpräparaten

Bevor man direkt zu Testosteronpräparaten greift, ist es deutlich empfehlenswerter, die Vorstufen des Testosterons einzunehmen oder als Creme/Gel aufzutragen. Dann kann der Organismus die benötigte Testosteronmenge selbst herstellen, ohne dass man Gefahr laufen würde, langfristig in eine Überdosierung zu geraten. Denn auch bei bioidentischen Hormonen ist eine solche natürlich möglich, was dann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen könnte.

Die Vorstufen des Testosterons sind DHEA (25 – 50 mg pro Tag) und Progesteron bzw. Pregnenolon (15 – 100 mg pro Tag) – jeweils je nach Testergebnis und Alter. Letzteres wird aus der Yamswurzel hergestellt und ist wiederum die Vorstufe von Testosteron, DHEA und Progesteron.

Gerade Progesteron gilt als Hormon, das bei Männern oft in zu geringer Menge vorkommt. Schwindet es jedoch, dann steigt gleichzeitig die Diabetesgefahr und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Einnahme von bioidentischen Hormonpräparaten sollte jedoch immer mit einem kundigen Therapeuten abgesprochen werden. Entsprechende Ärzte und Heilpraktiker finden Sie im Internet,

Nur wenn im Speichel- oder Bluttest ein wirklich massiver Testosteronmangel entdeckt werden würde, kann man mit einem Testosterongel arbeiten.

Gleichzeitig gibt es Faktoren, die man unbedingt meiden sollte, wenn man seinen Testosteronspiegel steigen sehen möchte. Dazu gehören einerseits die oben genannten Quellen für endokrine Disruptoren und andererseits die im nächsten Kapitel beschriebenen testosteronsenkenden Risikofaktoren.